RALLYE MONTE CARLO 2017  PHOTOS & VIDEOS BY RED BULL, FORD, AUTOMOBILE CLUB DE MONACO & PETER RUEMMLER

 

> ENTRY LIST    > RALLY GUIDE 1    > RALLY GUIDE 2    > NEW ERA OF WRC

> WRC 2017 ON RED BULL TV        > RED BULL TV PREVIEW

> VIDEO 1    > PHOTOS 1   > VIDEO 2    > PHOTOS 2     > VIDEO 3    > PHOTOS 3

> VIDEO 4    > PHOTOS 4     > VIDEO 5    > PHOTOS 5

> RALLY REPORT     > EXCLUSIVE PHOTOS BY PETER RUEMMLER

 

ZEITENWENDE

Die neuen World Rally Cars mit rund 380 PS und erweiterter Aerodynamik sind die ideale Mischung aus den berühmten, aber auch extrem gefährlichen Gruppe B- Fahrzeugen der achtziger Jahre  und den  modernen Kompaktwagen unserer Zeit . Ganz sicher aber ein gutes Stück -  der dringend notwendig gewordenen - Renaturierung des Motorsport, die 2017 auch in der Formel 1 Platz greifen wird.  Dass es gleich zu Anfang der Rallye Monte Carlo 2017 dennoch einen tödlichen Fotografen-Unfall gegeben hat, ist auf die noch immer anzutreffende Unvernunft innerhalb der am Pistenrand stehenden Personen zurückzuführen. Hayden Paddon im Hyundai, der über Weihnachten im Urlaub daheim in Neuseeland war, traf kein Verschulden. Teamkollege Thierry Neuville war de facto von Anfang an der dominierende Mann, was beweist, wie gut das neue i20 Coùpè ist. Dann aber knallte der Belgier, der schon wie der sichere Sieger aussah, kurz vor Schluss gegen eine Brückenrand und zerstörte hinten rechts die Radaufhängung, was rund eine halbe Stunde kostete. Das machte den Weg frei für  Sebastien Ogier im Ford Fiesta, der trotz zweier eher leichterer Ausritte dennoch verdient gewann und zeigte, dass er auch in einem anderen Auto als Volkswagen siegen kann. Ott Tänak, zum Schluss noch von heftigen Zündungsprobleme geplagt, komplettierte den Triumph von M-Sport-Ford, die erstmals seit fünf Jahren gewannen.  Elfyn Evans im dritten Fiesta, der gleich am Anfang ebenfalls einen Ausritt zu verzeichnen hatte, gewann drei Prüfungen und wurde immerhin noch sechster. Der eher unerwartete Erfolg von Ogier, der mit der deutschen Star-Journalistin Andrea Kaiser verheiratet ist und inzwischen Vater eines Sohnes ist, ist für das Team von Malcolm Wilson von grosser psychologischer Wichtigkeit. Das Winter-Hoch in Europa mit grosser Kälte bis minus 10 ° C,  aber relativ wenig Schnee, bescherte uns 2017 eine typische Monte. Noch nicht geklärt werden konnte in Monte Carlo, ob die von Volkswagen fertig entwickelten Polo WRC 2017 unter privater Regie eingesetzt werden können.  Kein Anwärter auf den Sieg waren entgegen allen Erwartungen die Citroen DS3 von Meeke und Lefebvre, während die Rückkehr von Toyota excellent verlief, obwohl die Autos nicht mehr in Köln bei TMG, sondern in Finnland gebaut werden: Juho Hänninen lag schon auf dem dritten Platz, als er frontal in einen Baum krachte. Aber Jari-Matti Latvala landete im Ziel auf Platz 2. Wenn Ove Andersson aus dem Himmel zugeschaut hat, dann gab es allen Grund, stolz zu sein. Der Mann, den sie früher Paven, den Papst,  nannten, hatte 2008 bei einer Oldtimer-Rallye in Südafrika durch den grenzenlosen Leichtsinn eines anderen Verkehrsteilnehmers sein Leben verloren.

Klaus Ewald

 

 

A RESEARCHRACING MEDIA PRODUCTION  l  © 2017  l  > CONTENTS  l  > MOTORSPORT EXTRA